Konsumentenvereinigung - Menschen für gutes Leben
Erklärung zum Verständnis zur Entstehung der Konsumentenvereinigung
Konsumenten aller Länder vereinigt Euch!
Der Konsument, wer ist das?
Der Konsument ist der, der die Macht hat. Du bist Konsument und Du hast die Macht.Wir alle sind Konsumenten mit oder wider unseres Willens. Kein Mensch aber möchte im kleinsten und größten Nenner nur als Konsument bezeichnet werden, doch müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass wir in den Augen der Aktionäre, deren Vorstände und Manager und letztendlich auch der Regierenden als Konsumenten, Käufer der Waren und Antriebsmotor der Wirtschaft angesehen werden. Das ist sicherlich eine erschreckende Sicht der Dinge, aber nur so ist es zu erklären, dass Gesetze verabschiedet, Verträge verhandelt und das alltägliche Leben derart gestaltet wird, dass man den Eindruck gewinnt, dass da nichts für Menschen und deren Lebensraum geregelt wird, sondern im besten Falle für Schäfchen (Produkte), die leicht zu beeinflussen sind (vor allem wenn sie dumm gehalten werden), die aber noch einen Geldbeutel ihr Eigen nennen. Wir sind die Käufer, die Kunden eben, die Konsumenten, nicht mehr die Arbeiter, die Kinder, die Jugendlichen oder die Alten, schon gar nicht die Arbeitslosen, nein wir sind die, die Dienste annehmen, die kaufen können, einfach nur in ihrer Kaufkraft unterschiedlich. Wir sind nicht Bürger, Wähler, Angehörige einer Gesellschaft, sondern eben die, die Kraft ihres Einkommens und ihrer Käuferlaune eingeteilt, eingestuft, untersucht, manipuliert und regiert werden.
Nach Erkenntnis dieser unmenschlichen Sachlage könnte man doch endlich die Flinte ins Korn werfen und sich der gefühlten Ohnmacht ergeben. Da hilft dann nicht mal mehr jammern, nicht mal das bringt noch was! Was können wir denn tun? Die Entwicklung ist so gelaufen, ist eh alles beim Teufel, es wird eh alles schlechter, die da oben (wer immer das auch ist) haben das Sagen und jetzt guck ich, dass ich noch irgendwie was vom Kuchen abschneiden kann, bevor die Heuschrecken auch noch den letzten Krümel verputzt haben. Adieu du schöne Welt!
Halt! Stop!
Menschen
es gibt da ein paar Unwahrheiten, die so einfach funktionieren, dass wir daran glauben, sie glauben zu müssen, die uns leider tatsächlich regieren, die aber einfach vom Tisch gefegt gehören.
1. Die Unwahrheit über die sogenannte und immer wieder propagierte Ohnmacht des Einzelnen:
Der Einzelne bleibt so lange ohnmächtig, solange er ein Einzelner bleibt! Der Einzelne ist mächtig, sobald er sich mit anderen Einzelnen zusammentut! Das ist die Wahrheit!
Eine Heuschrecke in der Wiese ist etwas, was ein Kind in seinen kleinen Händen auffängt und betrachtet, und wenn die Heuschrecke Glück hat, dann überlebt sie das auch. Hunderttausende von Heuschrecken zusammen genommen fressen ganze Landstriche kahl. Die Natur macht es uns vor, wir müssen eigentlich nur von ihr abschauen (wie immer schon). Ein Lenin allein hat nicht das zaristische Russland gestürzt. Ein Gandhi allein hat nicht die Briten aus Indien geworfen, ein Jesus allein hat nicht eine Jahrtausend währende Religion erschaffen, ein Martin Luther allein hat nicht die protestantische Kirche ins Leben gerufen, ein Martin Luther King allein hat nicht die Rassendiskriminierung der Afro-Amerikaner beendet, ein Nelson Mandela allein hat nicht die Apartheit erfolgreich bekämpft und leider war es auch nicht nur ein Hitler, der das deutsche Reich aufgebaut hatte, und es gibt auch nicht nur einen G.W. Bush, der den Irak mit Krieg überzieht. Es waren immer all die anderen Lenins, Jesusse, Kings, Luthers, Hitlers, Stalins usw. die den Stein letztendlich ins Rollen brachten und Ideen und Ideologien durchsetzten.
Wenn wir schon nicht mehr unbedingt als Menschen angesehen werden, sondern als Käufer und Konsumenten, die die Wirtschaft antreiben, die den Aktionären zu Dividenden verhelfen, den Managern Spitzengehälter zukommen lassen, so sind wir aber vor allein eins: Wir sind unglaublich VIELE und unheimlich MÄCHTIG!!!
2. Die Unwahrheit daüber, dass wir glauben sollen, der Mensch sei eben schon immer so und er wird sich nicht ändern!
Diese Aussage, mit der wir alle aufwachsen, an die wir fatalerweise glauben und die wir, was noch viel schlimmer ist, an unsere Kinder weitergeben, ist die, dass der Mensch eben so sei, wie er ist! Der Mensch ist eben materiell, er hat schon immer Kriege geführt und wird dies immer tun, er ist ein Egoist, der Böse und Starke wird eben immer siegen usw. Woher nehmen wir diese Annahmen? So lange gibt es den Menschen noch nicht, und wir wissen doch im Grunde gar nicht, was der Mensch ist. Ist es nicht eher so, dass sich jeder Mensch nach Frieden sehnt, nach Anerkennung und vor allem nach Ruhe? War es nicht immer so, dass auch der noch so mächtigste Herrscher und „Böse“ letztendlich besiegt wurde? Hat nicht jeder Krieg aufgehört, weil die Menschen eben keinen mehr wollten? Ist im Verlauf der Geschichte nicht zu beobachten gewesen, dass die individuelle Freiheit das höchste Gut wurde (vom Sklavendienst zur Demokratie)?
Wenn der Mensch so schlecht wäre, wie er immer gerne dargestellt wird, dann gäbe es aber auch gar nichts Gutes in der Welt, hätte es nie Entwicklungen in Richtung Demokratie, Rechstaatlichkeit gegeben, hätten die Menschen nie von einer „besseren“ Welt, von einem besseren Leben geträumt. Es könnte also grundlegend falsch sein zu behaupten, dass der Mensch eben so sei, wie er eben ist, vor allem wenn man damit sofort immer Profitgier, Machthunger, Unterdrückung, Ausbeutung etc. meint.
3. Die Unwahrheit der Behauptung, dass der Staat und die Unternehmen kein Geld mehr haben!
Wieso? Ist das Geld denn in den Ozeanen versunken, unter den Bergen vergraben oder vom Planeten geflattert? Wo ist es denn? Wenn der Staat und die Unternehmen das Geld nicht haben und wir auch nicht, wohin ist es denn verschwunden? In welchen Taschen steckt es denn, das von uns ausgegebene Geld (von den Kreditzockereien mit Milliardenbeträgen, die nur auf dem Kontoauszug gedruckt waren, die aus Gier, auf Sand gebauten Zinseszinsluftschlösser der Investoren, Banker und Manager, ist hier nicht die Rede, denn dieses Geld gab es reell nie)? Wo ist das Geld hin, das wir in den Osten vergeben haben, wo sind unsere Rentenrücklagen, mit denen man größtenteils den Aufbau Ost finanziert hat, denn geblieben? Irgendeiner muss es doch gekriegt haben. Was ist denn mit den 200 Milliarden Steuerüberschüssen von 2006, ist das etwa kein Geld? Wo sind denn die Millionen Gewinne der großen Unternehmen gelandet, die sie dank Arbeitsplatzabbau gescheffelt haben? Hat die Verschlankung und Rationalisierung so viel gekostet, oder haben sich die Unternehmer, Aktionäre und deren Vorstände, Manager und Aufsichtsräte die Taschen gefüllt. Wie kann Siemens allein Hunderte Millionen von Schwarz-und Bestechungsgeldern zur Seite schaffen, wenn sie doch glatt am Hungertuche nagten und deshalb Leute ausstellten, ganze Sparten abstießen etc.? Das ganze Gejammer um die Geldknappheit hat doch Kalkül! So kann man ein Gespenst der Arbeitslosigkeit und die Drohung des Standortwechsels aufrecht erhalten, und ein ganzes Volk geht in die Knie, würde am liebsten ihren Chefs noch Geld zahlen, damit ihre Arbeitsplätze erhalten bleiben (was sie durch die Steuern und Arbeitslosenbeiträge ja auch oft genug tun).
Es ist in den letzten Jahren Geld verdient worden wie noch nie, nur keiner kriegt davon was ab, bekommt es irgendwie nicht zu sehen. Nein, im Gegenteil! Die Nachrichten verkünden um 17°° wie schlecht es den Unternehmen geht, und um 17.15 werden dann bei den Börsenberichten die Steigerungen angezeigt und die Quartalsumsatzzahlen veröffentlicht, bei denen man klar und deutlich erkennen kann, wie gut es den Unternehmen geht (so war es zumindest noch vor einem halben Jahr Mitte 2008).
Die AOK schwindelt sich Verluste zusammen, baut gleichzeitig aber in jeder Kleinstadt einen Prunkbau nach dem nächsten, dass einem Hören und Sehen vergeht. Das ist doch paradox; umso weniger Geld da zu sein scheint, umso größer das Gejammer ist, um so mehr wird für Prestige und Pomp (mehr Schein als Sein) ausgegeben ja geradezu verschwendet.
Es war Geld da, es saß in unseren Taschen und der Staat und die Unternehmen warteten nur darauf, dass wir es ausgeben, um es dann gewinnbringend im Ausland und auf schwarzen Konten zu vermehren oder schlimmer noch durch hochriskante, wahnsinnige Risikogeschäfte zu verzocken, während unsere Geldbeutel immer leichter werden. Langsam aber sicher haben wir gar nicht mehr das Geld in unseren Taschen, reicht es den meisten nicht um ihre Existenz aufrecht zu erhalten, trotz Arbeit in Vollzeit, aber es wird oben munter weiter gejammert. Ja, wir haben 200 Milliarden Steuerüberschüsse aber wir wissen nicht, was wir mit dem Geld machen sollen!!!!???? Das Bildungssystem ist marode, viele Bürger können am Ende des Monats nicht mehr zum Arzt gehen, weil sie keine 10 Euro mehr für Praxisgebühr übrig haben, der arme Staat kann seine Angestellten nicht mehr bezahlen, die Armut wächst in Deutschland und die Umwelt rächt sich mit einem Klimawandel, den es zu bekämpfen gilt, aber sie wissen nicht, was sie mit dem Geld machen sollen. Sie wollen den Haushalt konsolidieren, damit sie gut vor der EU dastehen. Sie wollen also sparen, und uns gleichzeitig wahr machen, dass wir die letzten Kröten für irgendeinen unsinnigen Schnickschnack ausgeben sollen!
Jetzt in der Finanzkrise, Weltwirtschaftskrise, Rezession, Inflation und sonstiger Krisensituation sind plötzlich hunderte Milliarden da, um die, die uns arm gemacht haben, nicht arm werden zu lassen!
Es ist Geld da wie Heu, wenn man nur will!
Somit sollte langsam klar werden, dass diese Unwahrheiten, nichts weiter sind als geschickt verstreute Lügen, die uns davon abhalten sollen tätig und lästig zu werden.
In der heutigen Zeit scheint das Bewusstsein der Ohnmacht des Einzelnen immer stärker zu werden, lassen sich die Menschen immer mehr gefallen, obwohl wir eigentlich im Materiellen schwelgen, wenn wir westlichen Konsumenten uns einmal mit den Afrikanern vergleichen wollen. Alles ist in Fülle und Überfluss da, aber irgendwie scheint es nicht für alle zu reichen. Die einen werden immer reicher, während die anderen ärmer und unprivilegierter werden. Die anderen, dass sind wir, das bist Du und ich, und dein Nachbar. Das sind die Arbeitslosen, die noch nicht aber bald Arbeitslosen, die für einen Hungerlohn arbeitenden Leiharbeiter, die allein- und die zu zweit- Erziehenden, die Handwerker, die Sozialarbeiter. Es sind die, die brav in ihre Sozialversicherungen einzahlen und wissen, dass sie dafür eh nichts kriegen werden. Das sind die Mütter, die ihre Kinder schon mit einem Jahr in eine Kita geben, weil sie arbeiten müssen, da es sonst nicht reicht den Lebensunterhalt aufzubringen, die Studenten, die von einem Praktikum ins nächste gereicht werden, die Kinder und Jugendlichen, für die keine Zeit mehr ist, sodass sie in dieser Gesellschaft sozial verwahrlosen. Dazu gehören auch die Ein-Euro-Jobber, die outgesourcten Fachkräfte, die kleinen Selbstständigen und die, die sich im öffentlichen Dienst für ein Butterbrot den Arsch für die Kranken und Hilfebedürftigen aufreißen. Nicht zu vergessen die völlig überforderten Lehrer, die in überfüllten Klassen mit sozial verwahrlosten Kindern die veralteten Lehrpläne in verkrusteten Strukturen rüberbringen sollen, die mit der Realität nichts mehr am Hut haben. Vergesst nicht die hochqualifizierten Fachkräfte, denen man mangelnde Flexibilität vorwirft, wenn sie nicht in die Backstube wollen. All diese Menschen sind wir, sind Du, sind Deutschland. Gute Nacht Deutschland!!!!
In Deutschland werden die Gürtel so eng geschnallt, dass wir demnächst aufpassen müssen nicht in den Gulli zu fallen. Und so fühlen wir uns auch, als wenn wir demnächst in den Abguss fallen würden. Wir sind überarbeitet, überbelastet, verdienen zu wenig trotz aller Anstrengungen, trauen uns nicht zu mucken, damit wir wenigstens diesen Arbeitsplatz nicht verlieren und haben keinen Plan mehr von dem was die Politik macht außer dem, dass alles eh nur Beschiss ist. Wir fühlen uns verarscht und verkauft. Ja, aber wenn dem so ist, warum tut dann keiner was? Ja was soll man denn auch tun? Es bleibt doch eh immer alles beim Alten!? Und außerdem ist keine Zeit mehr übrig etwas zu tun. Wer kann denn schon auf eine Demo fahren, wer hat denn die Zeit, und der, der die Zeit hat, der hat kein Geld. Nein, so einfach ist das nicht. Die, die laut aufschreien kein Geld haben, scheinen für allerlei Schnickschnack wie ein neues Handy z.B. Geld zu haben. Die, die meinen keine Zeit zu haben, die haben sie nur nicht, weil sie so lange arbeiten müssen, um sich ihre teure Freizeit zu finanzieren. Wer heute Fahrrad fährt, der muss ja das ganze Equipement in Form irgendwelcher Marken zur Schau tragen, und damit jeder sieht, dass einer ein Mountenbiker, ein Freestyler oder Nordig Walker ist, wird fleißig der ganze Kram, den es nicht braucht gekauft.
Wir alle lassen uns einlullen dies und das zu brauchen, damit wir das sind, was wir zu wollen scheinen, und dafür verzichten wir dann gerne auf Vieles!
Was ich sagen will ist einfach nur:
Wenn wir hier die ganze Zeit am Verzichten sind, weil wir entweder auf das Geld oder auf die Zeit, im schlimmsten und meisten Falle auf beides verzichten müssen, dann lasst uns dies in einer sinnvollen Weise tun!!!!
In der heutigen Zeit ist das Was-Verändern- wollen nicht mit viel Aktivität verbunden, sondern gegenteilig einfach mit dem Nichtstun, mit dem Nichtskaufen!!!
Es ist eine schlichte Tatsache, dass wir Konsumenten, und als etwas anderes werden wir ja gar nicht angesehen in einer Zeit der Wirtschaftswachstumsprognosen, einfach noch überhaupt nicht realisiert haben, welche Macht wir besitzen.
Und die Wahrheit ist!
